-Die zertanzten Schuhe- ein Tanztheater des Studio Bella SoSo -Die zertanzten Schuhe-         ein Tanztheater des Studio Bella SoSo

 

 

 

 

Zwischen Tanz und Malerei 10.07.2012

 

Premiere:  Die hallesche Compania Bella soso sorgte mit der dreiteiligen Aufführung

ihres Tanztheaterstücks "fishing" auf der Kulturinsel für Begeisterung im Publikum.  

 

von Manuela Schreiber

 

Halle/ MZ  - Weißer Dunst quillt hervor. Zischend. Brodelnd. Rhythmisch pulsierend flammt ein Lichtkegel auf 

und macht weiß gewandete Wesen sichtbar. Die steigen aus dem Nebel empor. Werden ausgespien. Eins

nach dem anderen, reihen sich auf wie ein akkurat gewebtes Muster. Die Wesen bewegen sich. Hin und her.

Gleich Gräsern im Wind oder Wellen, die gegen einen Strand laufen. Unaufhörlich im Gleichmaß von Werden 

und vergehen. Leben und Tod.

 

Zeitlose Theatersprache

 

Das pulsierende Licht zwischen Weiß und Rot richtet den Blick auf eine Landschaft. Auf zwölf schmalen 

Stelen wölbt sich ein rot entflammter Himmel über hellen Dünen. Scharf abgehoben peitschen schwarze

Gräser dagegen. Die genaue Interaktion zwischen getanzten und gemalten Bewegungen verblüfft, entwickelt 

einen Sog, der den Betrachter hineinzieht in eine zeitlose Theatersprache frei von Interpretationszwängen.

So beginnt eine der faszinierenden Szenen des neuesten Tanztheaterabends " fishing " der Compania 

Bella soso auf der großen Bühne des Neuen Theaters. Und genauso war auch die Intension von Yvonne 

Lützkendorf, Leiterin und Choreografin dieser Balleschen Tanzkompanie. Sie arbeitet schon seit mehr als

einem Jahrzehnt mit Amateurtänzern und bringt Jahr für Jahr ein neues, immer wieder auf andere Art 

spektakuläres Tanztheater auf die Bühne.Auf solche Art, dass von Amateuren oder gar Laien kaum noch 

die Rede sein kann.

 

Dieses Mal hatte sie den bekannten bildenden Künstler L-F-Kruger mit ins Boot genommen. Er zeichnete

für das eindrucksvolle, sich immer wieder neu formierende, bewegliche Bühnenbild verantwortlich, ebenso

wie für die wandernde punktgenaue Beleuchtung. Damit verlieh er den choreografischen Bildern, die zwischen

Jazz Dance und Modern Ballett angesiedelt waren, die Tiefenschärfe archaischer Gemälde.

 

Exakt komponierte Bilder

 

 

Genau dort hinein spielt auch die faszinierende Musikauswahl, die Max Richter, Gidon Kremer und Masodik Galamb

umfasst. Sie gab Rhythmus und Puls vor, stand aber niemals für sich selbst, sondern balancierte die exakt 

komponierten Bilder und Bewegungen wie auf einem Tablett aus. In allen drei Teilen des Abends, die die Titel "Brandung", 

"Meerjungfrauen" und "Inseln" trugen, beeindruckte die Vitalität und der kompromisslose tänzerische Wille der zwölf 

Tänzerinnen und eines Tänzers. Wobei "Inseln"mit seiner Verzweiflung und Kraft, seinen Kommen, Gehen und Bleiben

wohl zum Höhepunkt diese besonderen Tanzprojektes avancierte.Großer und verdienter Beifall von einem vorwiegend 

jungen Publikum im voll besetzten Saal war der Lohn für die Mühe der Tänzer. Bravo!

Und so kann man der Tanzgruppe um Yvonne Lützkendorf nur eines wünschen: Weiter soso.

Gesamtwerk.  (mia) 

AHA 2009

Wie Musa in den Himmel kam 

Die Tanzschule Bella SoSo lädt zum Tanztheater ein. 

Muss ein Begehren mit dem Tod bezahlt werden? In Gottfried Kellers „Das Tanzlegendchen“ stürzt sich die Hauptperson Musa in diesen 

scheinbar einzigen Ausweg. Denn glücklich ist sie nur, wenn sie tanzen

darf. Getrieben von ihrer Leidenschaft, verfällt sie der Verlockung

König Davids. Der verspricht ihr im Himmel den ewigen Tanz. 

Trotz des Opfers, das sie bringen muss, steigt sie mit ihm hinauf. 

Dort trifft sie auf den Gleichmut, mit dem sie gerechnet hat. In ein    

Interpretation von Yvonne Lützkendorf entsteht jetzt „Musa“, ein Stück, in 

dem Tanz und Kunst eindrucksvoll verfl ießen. Aufwändiger Requisiten 

bedarf es nicht, denn allein mit Licht entstehen ganz eigene Welten. Seit 

elf Jahren betreibt Yvonne die Tanz- schule „Bella Soso“. Dabei vermittelt 

sie ihren Schülern auch einen Blick für Kunst und will sie „nicht 

nur tänzerisch abrichten.“ Zusammen mit der Compania, der Gruppe

der besten Tänzer, schafft sie auch mit „Musa“ ein fantasievolles 



Mitteldeutsche Zeitung  21.02.2005

Schönes Drunter und Drüber

Modernes Tanztheater: Compania Bella Soso begeistert zur Premiere in der Theatrale

„Bella sotta sopra“- ein schönes Drunter und Drüber verspricht der dem italienischen Bühnenvokabular entnommene Name, den sich die Truppe um Yvonne Lützkendorf und Mathis Krüger vor Jahren gegeben hat. Zum halleschen Studio „Tanzetage“ gehörend, hat sich die Compania seit ihrer Gründung 2001 zu einem eigenständigen und vor allem auch eigenwilligen Ensemble gemausert.


„Bilder und Postkarten sind unsere Inspirationen“

Yvonne Lützkendorf Tanzetage Halle


Modernes Tanztheater, wie es in unseren Breiten eher selten zu finden ist, wollen die 12 Tänzerinnen und zwei Tänzer auf die Bühne bringen. In Zusammenarbeit mit der Theatrale, die dafür jene Bretter, die die Welt bedeuten, zur Verfügung stellt, ist das dem schönen „ Durcheinander“ zum wiederholten Mal geglückt : „Colour Bridge“ ist die neueste Produktion der Tanzetage überschrieben, die am Freitagabend ihre Premiere vor vollem Haus und einem letztlich begeisterten Publikum feierte.

Nach Wasser und Bewegung in „ MEM-Philadelphia Blue“ und Impressionen einer Ausstellung voller sinnfreudiger und kraftvoller Körperlichkeit in „POP-Art“ wird sich nun einem Rausch der Farben gewidmet. Schwarz und Weiß geben - obzwar Nichtfarben - den Auftakt: Zu geheimnisvoller, die Erregung steigernder Percussion geraten die Tänzer, schlicht in schwarz und weiß gekleidet, zunehmend in Bewegung , die im Licht verschiedener Farbtöne, eine immer stärker werdende Ausdruckskraft findet. Händelsche Harfe, Mozarts 23. Klavierkonzert und Ray Charles werden im Laufe der nächsten Stunde so gekonnt mit einer A-capella-Persiflage von „Alle meine Entchen“ und dem „Kuckuckslied“ wechseln ,dass die Zuschauer staunen. Doch Ballett hieße ja nicht Ballett, wenn nicht getanzt würde: Vor einer milchigen Plexiglasscheibe, die es erlaubt Hände, Füße und Köpfe der Tänzer einzeln „tanzen“ zu lassen, entfaltet sich eine Komposition aus Körpern und Licht.

„Bilder und Postkarten sind unsere Inspirationen“, so Yvonne Lützkendorf, die gemeinsam mit Partner und Mittänzer Mathis Krüger die Choreografie für die jugendlichen Tänzer erarbeitet hat. Die Tanzsprache der „Compania Bella Soso“ verstehe sich als universell verständlich, heißt es im Begleittext zum neuen Programm, und das Publikum hat „Colour Bridge“ offensichtlich nicht nur verstanden, sondern mit allen Sinnen gefühlt. Mehr als nur ein Spiel mit Licht und Farben ist das Stück „Colour Bridge“ der Tanzgruppe „Compania Bella Soso“. Auch eine Reihe von eindrucksvollen Einzelleistungen sind hier zu erleben. Die nächste Aufführung ist erst für Ende Mai geplant.


 

Marienkirche: Compania Bella Soso aus Halle tanzt in Dessau


Von Thomas Altmann   /    Dessau/ MZ

Laien? Zu den gängigen Synonymen zählen Dilettanten oder Unkundige. Davon keine Spur. Dafür gibt es feinnervige Bilder, die freilich das universelle Thema auskosten, und zwar in ideenreichen Variationen von Solo-und Ensembletanz, von Synchronisationen, Sequenzen und Kontrasten......

..... POP ART- Bilder einer Ausstellung. Die Choreographie von Yvonne Lützkendorf sei angeregt durch Ikonen der Pop- Kultur wie Andy Warhol, Queen und Prince. Die Musiker sind allgegenwärtig. Warhol macht sich rar. Sonst werde unter anderem auf einen riesigen Stuhl getanzt. Darauf muss man in der Marienkirche verzichten und auch auf die Projektionen einzelner Fragmente, die aus der Bühne eine Galerie machen sollen. Manches erinnert an den Jet-Set, an Schaufensterpuppen, an Laufsteg- Glimmer. Warhols zynische Dokumentation der Anpassung an die plakative, reproduzierbare Welt des Konsums bleibt wenig augenscheinlich und doch latent zugegen.

Poppig ist das feuerrote Treiben allemal, Schlag auf Schlag kraftvoll und knisternd auch, wenn synchrone Bewegungen a versetzten Orten laufen. Dann wieder begegnen sich laszive Apathie und kokette Leidenschaft. Geboten wird keine kaltblütige serielle Reportage des Alltags und seiner Ikonen, Fliegenpilz- Hüte statt Suppendosen- Pyramiden eben. Schöner als die Kunst sei nach Warhol die kommerzielle Kunst. Dafür erscheint dieser Tanz beinah zu intensiv, zu stark an Ausdruckskraft. Aber -Laien- sind das nicht.

 



Jazz-Zeitung
Women in Jazz 2006

Im Prinzip hatte Rigmor Gustafsson Ähnliches zu bieten. Die ebenfalls aus Schweden stammende Sängerin musizierte in gleicher Besetzung wie ihre Landsfrau. Im Unterschied zu dieser sang sie viele Eigenkompositionen und riskierte stimmlich ein bisschen mehr. Im Ergebnis war das etwas interessanter, auch wenn ihre schlanke Stimme manchmal ins Schlingern geriet. Percussionistin Marilyn Mazur und ihre drei Trommelassistentinnen tanzten singend und klappernd als Percussion Paradise auf die Bühne, um dem reichlich aufgestellten Schlagwerk zu Leibe zu rücken. Da gongte und zymbelte es ordentlich! Mit folkloristisch angehauchten Gesängen begleiteten sich die vier Trommel-Esoterikerinnen gegenseitig bei ihrem Spiel auf Schlaginstrumenten aus aller Welt (einzig die Pauken fehlten). Erfrischend unbekümmert hüpften die Damen barfuss durch den Bühnenraum, dabei stets ein Lächeln und einen Jauchzer auf den Lippen. Ihr polyrhythmisches, weltmusikalisches Trommelgewirbel hatte aber zum Glück nichts von jenen gigantomanischen Mega-Percussion-Shows, die man in riesigen Hallen für viel Geld erleben darf. Nein, diese vier Frauen musizierten auf nuancierte und abwechslungsreiche Weise – und zwar mit hörbar weiblichem Esprit. Draufhauen konnten sie auch! Lokalkolorit brachten die Hallenser Tänzerinnen und Tänzer der Compania bella soso ein. Mit einer Choreographie von Yvonne Lützkendorf – zur konservierten Musik von Billy Holiday, Marcus Miller und George Duke – vertanzten sie das Leben und die Intensionen weiblicher Jazzgrößen wie Ella Fitzgerald, Billy Holiday, Nina Simone und anderer. Multimedial ergänzt wurde die Einlage durch eine in die Aufführung aktiv integrierte Videoprojektion. Die kleine Tanzshow erwies sich als respektable und unterhaltsame optische Auflockerung. Nico Thom

 

Ab September 2014 beginnt ein neuer Kurs in der tänzerischen Früherziehung ab 3 Jahre

jeden Dienstag um 15.15 Uhr eine Probestunde ist kostenfrei.

 

 

26. 09. 2014   Bella SoSo tanz zum Salzfest 

 

02. 10. 2014 - fishing- Compania Bella SoSo

 

11. 10. 2014  Teilnahme am 20. Jazzdance Pokal in Dresden 

 

19. 10. 2014  -petit ball piccas-  Die Kinder zeigen einen getanzten Ausflug in der Kunststiftung      

                                                 Sachsen- Anhalt

 

07. 11. 2014  -Jugend tanzt- der Nachwuchs fährt zum Wettbewerb nach Sachsen

 

 

fishing Compania Bella SoSo
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